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Interview mit Michael Mohr

Sekretärin Miriam Stockl, Polizeiobermeister Michael Mohr, Frau Orthmann

Moderator: Irene

Interview mit Michael Mohr

Beitragvon Irene » 27. Apr 2010, 15:48

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Er singt Mozart und Schubert, spielt Shakespeare und liebt Sprachen. Vor ein paar Tagen war der Schauspieler Max Müller im Nürnberger Presseclub mit Kreisler-Chansons zu Gast. Das breite Publikum kennt den 44-Jährigen aber aus dem Fernsehen: als Polizist Michi Mohr im ZDF-Vorabend-Dauerbrenner »Rosenheim-Cops«. Der Nürnberger Zeitung gab Max Müller einige Einblicke in seine Arbeit.

NZ: Woran arbeiten Sie gerade?

Müller: Rosenheim-Cops. Nachdem wir witterungsbedingt derzeit im Kommissariat drehen und die Rolle Michi Mohr im Kommissariat viele Aufgaben hat, habe ich reichlich zu tun.

NZ: Welche Abenteuer erwarten die Zuschauer in der neuen Staffel?

Müller: (lacht) Weiß ich gar nicht, ob ich das erzählen darf . . . Es sind ja immer Gaststars dabei, und da gibt’s einige Überraschungen. Es geht um Hundehotels, um einen Cocktail-Mix-Wettbewerb und dergleichen mehr.

NZ: Wie kann man sich die Dreharbeit vorstellen? Wird immer eine Folge am Stück abgearbeitet, oder laufen die Aufnahmen für mehrere Folgen parallel?

Müller: Geplant sind heuer 30 Folgen. Wir arbeiten immer in Blöcken von fünf bis sechs Folgen, und diese Blöcke werden jeweils von einem Regisseur übernommen. Heuer sind das drei: Gunter Krää und Jörg Schneider, die das ja schon seit einigen Jahren machen, und seit letztem Jahr ist Werner Siebert dabei. Gerade bei den Aufnahmen im Kommissariat wird versucht, chronologisch zu arbeiten. Aber es kann passieren, dass man Szenen von drei, vier oder sogar mehr Folgen an einem Tag dreht.

NZ: Kommt man da nicht durcheinander?

Müller: Da ist das Handwerkliche gefragt, Schauspieler, Maske, Garderobe . . . Für die Schauspieler ist es wichtig, dass man immer das gesamte Buch dabei hat, um nachschauen zu können: Wie war ich in der Szene davor, wie ist die nächste Szene geplant: Und unter Umständen hat man die Folgeszene schon vorher gedreht.

NZ: Wie lernt der Schauspieler Abfolge und Text von parallel laufenden Aufnahmen, die miteinander gar nichts zu tun haben?

Müller: Wenn man eine Rolle schon länger spielt, dann bleibt die Figur ja im Wesentlichen gleich. Den Text lerne ich dreimal: Wenn ich ein Buch neu bekomme, dann wird das mal gelesen, um einen groben Überblick zu haben, wie der Kriminalfall abläuft. Beim zweiten Mal schaue ich mir den Text genau an und mache Änderungsvorschläge. – Manchmal bekommen wir die Bücher zum Beispiel in Hochdeutsch, da muss man sich das erst mal auf bayerisch mundgerecht machen. Richtig wortwörtlich lernen tu ich das immer am Abend vor dem Dreh.

NZ: Den Polizeibeamten Michi Mohr spielen Sie seit rund zehn Jahren in weit mehr als 150 Folgen. Die Figur ist sympathisch, sehr engagiert, aber häufig ein wenig tollpatschig. Ist es schwer, sich in diese Rolle immer wieder einzufinden?
Müller: Ich hab’ schon meine tollpatschigen Seiten. Also da muss ich nicht sehr weit schauen. (lacht) Und es ist auch eine Herausforderung, wenn man so eine, ich sag mal: leicht stilisierte Figur spielt. Denn ganz so wie Michi Mohr bemüht man sich ja im Leben nicht zu sein.

NZ: Die Rosenheim-Cops sind nur eine Seite Ihrer Arbeit. Ihre Schwerpunkte liegen auf der Bühne.

Müller: Ich bin geborener Klagenfurter und bin 1984 nach Wien gegangen, um Musik zu studieren. Ich habe beim Kammersänger Walter Berry studiert, habe aber sehr schnell gemerkt: Ohne Sprechtheater geht es bei mir nicht. Also habe ich eine Schauspiel-Ausbildung begonnen. Irgendwie hat es mit der Schauspielerei schnell funktioniert, ich hatte für fünf Jahre eine eigene Theatergruppe.

NZ: Vor allem aber singen Sie.

Müller: Ja, ich hab’ bei den Operetten-Festspielen in Mörbisch gesungen - das ist natürlich toll, wenn du auf einer Bühne bist, vor der 6000 Zuschauer sitzen. Dann hab’ ich beim Carintischen Sommer, diesem wunderschönen Klassik-Festival in Kärnten die Hauptrolle in einer modernen Kirchenoper gesungen. Und immer wieder Konzerte, große Lieder-Zyklen . . . Schubert. Seit vier Jahren hab’ ich ein Mozart-Projekt und dabei meine erste CD herausgebracht. Das nennt sich »Ewig Dein Mozart«, da lese ich Mozart-Briefe und singe Mozart-Lieder.

NZ: Woher kommt dieses vielfältige Talent?


Müller: Ich glaub’, das kommt von meiner Neugier. Ich bin prinzipiell von Sprache immer sehr angetan gewesen, mich interessieren Dialekte, Fremdsprachen; mich interessieren Menschen, wie die sich sprachlich ausdrücken. Ich bin davon überzeugt, dass das Singen im Grunde genommen ein Spielen mit der Stimme ist. Es ist zum Beispiel sehr interessant, wie man seine Stimme verändert, wenn man etwa Opern singt, das muss ja hauptsächlich auf Klang gehen – oder wie man ein Chanson singt, da muss der Gesangsstil ein ganz anderer sein. Das herauszufinden, interessiert mich. Ich bin zum Beispiel ein ganz großer Fan von Peter Alexander, weil der mit seiner Stimme sehr viel tun kann.

NZ: Der private Max Müller ist angeblich Single und auch Hausmann.Müller: (lacht) Er ist tatsächlich seit zwei Jahren Single und . . . was ist ein Hausmann? Einer der gern kocht, putzt? Also, ich esse für mein Leben gern – aber kochen? Ich kann wunderbar böhmische Krautfleckerl kochen, Eier in allen Variationen (lacht) . . . ein großer Koch bin ich nicht, aber es reicht für Einladungen. Und putzen ist so eine Sache. Manchmal lass’ ich’s schon schleifen, manchmal ist Kampfputzen angesagt. Also, ein richtiger Hausmann bin ich nicht.

NZ: Sie bezeichnen sich selbst als »skeptischer Optimist«: Was verbinden Sie damit?

Müller: Ich glaube, dass man sich das Leben mit einer optimistischen Grundhaltung erleichtern kann – und auch seiner Umgebung. Trotzdem bin ich skeptisch, wenn die Leute sagen: Ja, man muss optimistisch bleiben . . . Es gibt so viele Dinge auf der Welt, wo einem der beste Optimismus nicht unbedingt weiterhilft. Fragen: Tilmann Grewe


Ein Interview mit Max Müller in der Nürberger Zeitung vom 24.04.2010
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